Corona-Infos

Stand 10.06.2020

Hier finden Sie einige wichtige Informationen bzgl. der wirtschaftlichen Hilfen im Rahmen der Corona-Krise.
Die aus unserer Sicht wichtigsten Maßnahmen sind neben der Gewährung von Krediten mit zum Teil staatlicher Absicherung bislang folgende:


RUNDSCHREIBEN

Download: Mehrwertsteuersenkung & weitere Corona-Infos

 

 

ENTWURF ZUM 2. CORONA-STEUERHILFEGESETZ

Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

Download: Entwurf Zweites Corona-Steuerhilfegesetz

Zur Bekämpfung der Corona-Folgen und Stärkung der Binnennachfrage werden folgende steuerlichen Maßnahmen umgesetzt:

  • Der Umsatzsteuersatz wird befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 % auf 16 % und von 7 % auf 5 % gesenkt.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben.
  • Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein Kinderbonus von 300 Euro gewährt.
  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von derzeit 1.908 Euro auf 4.008 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für das Jahr 2020 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert sowie ein Mechanismus eingeführt, um den Verlustrücktrag unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 nutzbar zu machen.
  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 %, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden.
  • Bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen, die keine Kohlendioxidemission je gefahrenen Kilometer haben, wird der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises von 40.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht.
  • Bei der Gewerbesteuer wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nummer 1 GewStG auf 200.000 Euro erhöht.
  • Erhöhung der maximalen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage auf 4 Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025.
  • Bei der Verjährungsfrist nach § 376 AO wird die Grenze der Verfolgungsverjährung auf das Zweieinhalbfache der gesetzlichen Verjährungsfrist verlängert sowie in § 375a AO geregelt, dass in Fällen der Steuerhinterziehung Steueransprüche, die noch nicht erfüllt, jedoch schon verjährt sind, die Einziehung rechtswidrig erlangter Taterträge nach § 73 des Strafgesetzesbuches angeordnet werden kann.
  • Änderung der Umsatzsteuerverteilung (§ 1 FAG).

 

 

KURZARBEITERGELD

 Ein ganz wichtiges Instrument im Kampf gegen die wirtschaftliche Krise ist ganz sicher das Kurzarbeitergeld. Bei der Beantragung stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Seite!

Die Bundesregierung hat hierzu die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld erleichtert:

  • Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Bisher musste mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein. 
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

 Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten und auch rückwirkend ausgezahlt.

 Wichtig ist, dass die Unternehmen die Kurzarbeit im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen und sich im Regelfall die Einverständnis Ihrer Arbeitnehmer zur Kurzarbeit einholen.

 Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergelds vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.

 Kurzarbeitergeld kann für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten bewilligt werden. Es wird in derselben Höhe wie Arbeitslosengeld bezahlt. Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent der Differenz zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt, das ohne Arbeitsausfall gezahlt worden wäre, und dem pauschaliertem Nettoentgelt aus dem tatsächlich erhaltenen Arbeitsentgelt. Es beträgt 67 Prozent, wenn mindestens ein Kind mit im Haushalt lebt.

 

 

STEUERSTUNDUNGEN

 Ein weiteres wichtiges Instrument für unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige ist die Möglichkeit der zinslosen Stunden von Steuerzahlungen bis zum 31.12.2020.

 Die vereinfachte Stundungsregelung gilt nur für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer.

 Lohnsteuer und Kapitalertragssteuer (Steuerabzugsbeträge im Sinne des § 222 Satz 3 und 4 AO) können nicht gestundet werden. Für diese Steuerabzugsbeträge bestünde jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub bei Ihrem zuständigen Finanzamt einzureichen. 

Des Weiteren besteht auf Antrag die Möglichkeit die Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen bis auf Euro 0,00 festsetzen zu lassen. Im Einzelnen verweisen wir auf die beigefügte Anlage.
Bei Bedarf stellen wir auch hierzu für Sie entsprechende Anträge!

Dokumente + Anträge

Deutscher Steuerberater-Verband
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Corona-Checkliste Antrag KFW
pdf
116 KB
Mehrwertsteuersenkung 07>12 2020
pdf
583 KB
Antrag auf Steuererleichterung
pdf
54 KB
Anleitung Erstattung Umsatzsteuer
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125 KB
Agentur für Arbeit – Anzeige Arbeitsausfall
pdf
146 KB
Einverständnis Arbeitnehmer
pdf
4 KB
Merkblatt Kurzarbeitergeld 8a
pdf
633 KB
Merkblatt Kurzarbeitergeld 8b
pdf
524 KB
DATEV Info Kurzarbeit
pdf
835 KB
Corona – Informationen (06.04.2020)
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